Worterklärungen
Generalisierung
Da die Katze umgebungsabhängig lernt, ist es evtl. (je nach Anspruch an die Katze) notwendig, ein eingeübtes, von der Katze regelmässig in der selben Umgebung sicher gezeigtes Verhalten unter fremden Bedingungen (anderer Ort, andere Zeit, unterschiedliche Ablenkungen, andere Körperhaltungen) zu überprüfen und möglicherweise zu verbessern.
Klassische Konditionierung
Will man mit dem Clicker arbeiten, so muss man die Katze zuerst einmal mit dem Click-Clack bekannt machen. Dieses Geräusch ist für sie zu Beginn nur ein unbedeutendes Hintergrundsgeräusch.
Mittels "Klassischer Konditionierung" (Pawlow) macht man das "Click" zu einem Sekundärverstärker, welcher der Katze etwas Besonderes verspricht, etwas, was sie sehr gerne tun oder haben möchte (Leckerchen, Spiel = Primärverstärker).
Dazu nimmt man ein mit Leckerchen gefülltes Schälchen, stellt es auf den Tisch, die Katze daneben, clickt und gibt der Katze gleichzeitig ein Leckerchen. Wichtig! Click und Belohnung müssen stets in der richtigen Reihenfolge kommen. Nach dem Click folgt immer eine Belohnung.Operante Konditionierung
Ist die Konditionierung auf den Clicker gelungen, kann mit dem eigentlichen Training begonnen werden. Damit kommen wir zum Kernstück des Clickertrainings, zur "Operanten Konditionierung" (Skinner). In diesem Begriff stecken zwei wichtige Aussagen für diese Art von Ausbildung, nämlich operant = "indem man sich bemüht" und konditionieren = "verknüpfen". Die Katze soll, indem er sich bemüht ein Verhalten, mit einem Erfolg (Leckerchen, Spiel) in Verbindung.
Die Katze bringt sich das von der clickenden Person gewünschte Verhalten selber bei. Die Katze ist der aktive Teil dieses Lernvorgangs. Sie lernt durch Versuch und Irrtum. Wir warten auf das richtige Verhalten und bestärken dieses.Burrhus Frederic Skinner
Burrhus Frederic Skinner ist am 1904 in Susquehanna, Pennsylvania geboren und starb im Alter von 86 Jahren. Er war in den USA der wichtigste Vertreter des Behaviorismus. Skinner prägte unter anderem den Begriff der „operanten Konditionierung“ und stellte diese Form des Lernens der „klassischen Konditionierung“ gegenüber.
Weitere Details zu Burrhus Frederic Skinner
im Wikipedia
oder beim Skinner Institut
Variable Verstärkung
Hat die Katze ein Verhalten gut gelernt, zeigt es also regelmässig auf das Signal, baut man die Verstärkung (Click und Leckerchen) ab. Der Erfolg kommt für die Katze jetzt nur noch ab und zu und für sie nicht vorhersehbar. Man spricht von "variabler Verstärkung". Man erreicht mit der variablen Verstärkung einerseits, dass eine Übung nicht langweilig wird. Die Katze bleibt aufmerksam und zeigt das gewünschte Verhalten immer noch korrekt, auch wenn keine Verstärkungen kommen.
Viele Katzen mögen jedoch einen zu starken Abbau der Bestätigung nicht. Wenn sie zu wenig häufig belohnt werden, laufen viele Katzen davon.
weitere Details zum Thema variable Verstärkung auf der Seite ferdility.de